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Experiment — Einen Monat nach Schlafzyklus leben

Hintergrund

Wir haben vor einiger Zeit gemerkt, dass wir immer müde aufwachen, obwohl wir doch genug geschlafen haben. Dies ist eine Sache, auf die wir acht­en, da ger­ade ich mit wenig Schlaf nicht gut umge­hen kann. Es lag nicht am Bett, wed­er war es zu laut oder hell. Zu spät ins Bett gehen wir oft nur nach Ver­anstal­tun­gen. Also entsch­ieden wir uns für ein Exper­i­ment. Wie woll­ten einen Monat nach unserem Schlafzyk­lus leben.

Schlafzyklus

Jed­er Men­sch durch­läuft in der Nacht ver­schiedene Schlaf­phasen. Ein Zyk­lus dauert dabei 1,5 Stun­den. Hinzu kommt, dass du cir­ca 15 Minuten brauchst um einzuschlafen. Wir haben uns also eine Web­site raus­ge­sucht, die für uns den Schlafzyk­lus berech­net. Natür­lich kannst du das auch selb­st machen, wir find­en die Darstel­lung auf der Seite nur sehr ansprechend und die Bedi­enung ist super einfach.

Die Seite bietet drei Optio­nen: Du kannst deine Schlafen­szeit oder deine Aufwachzeit angeben. Die dritte Option ist der But­ton “Jet­zt schlafen”. Daraufhin liefert dir die Web­site die Zeit­en für einen bis hin zu sechs Schlafzyklen, was 1,5 bis neun Stun­den entspricht. Diese sind far­blich markiert. Schlafzyk­lus eins und zwei rot, da 1,5 oder drei Stun­den nachgewiesen zu wenig Schlaf sind. Drei und vier erscheinen in gelb mit 4,5 und sechs Stun­den. 7,5 und neun Stun­den, entsprechend Schlafzyk­lus fünf und sechs wer­den grün markiert.

Tipp: Die Web­site hat einen extra Kinder­schlafrech­n­er, bei dem du die Zeit­en und das Alter angeben kannst. Kinder haben bekan­ntlich einen anderen Bedarf an Schlaf als Erwach­sene. Den Kinder­schlafrech­n­er find­est du hier.

Der Anfang

Zu Beginn pro­bierten wir es erst ein­mal aus. Es schien zu funk­tion­ieren, was logisch ist, uns aber den­noch erstaunte. Lei­der war die Doku­men­ta­tion mein­er­seits nicht vorhan­den, was in Ord­nung ist, aber nicht wirk­lich hil­fre­ich, um einen Blog­beitrag darüber zu schreiben. Also schnappte ich mir einen Zettel, malte eine Tabelle darauf. Diese bein­hal­tet das Datum, die geplante Schlafens- und Auf­ste­hzeit, die wirk­liche Schlafens- und Aufwachzeit, sowie die Anzahl der Schlafzyklen und der Bew­er­tung des Schlafs. Dabei habe ich der Ein­fach­heit hal­ber in gut, mit­tel und schlecht unter­schieden. Außer­dem sollte ich hier noch sagen, dass wir nicht immer direkt auf­ste­hen, wenn der Weck­er klingelt.

Die Durchführung

Nach­dem diese nun neben dem Bett lag ging dieses Exper­i­ment ein­fach von der Hand. Es wurde kurz nachgeguckt, wann wir auf­ste­hen müssen oder wann wir schlafen gehen soll­ten. Nicht immer passten uns die Zeit­en, aber wir gaben unser Bestes uns für dieses Exper­i­ment daran zu hal­ten. Ide­al­er Weise woll­ten wir natür­lich im grü­nen Bere­ich lan­den, dementsprechend 7,5 oder neun Stun­den schlafen.

Die Ergebnisse

Ange­fan­gen haben wir dieses Exper­i­ment, weil wir uns beim Aufwachen müde gefühlt haben. An 18 von 30 Tagen fühlten wir uns nach dem Aufwachen gut, also nicht mehr müde. Nur drei Mal fühlten wir uns schreck­lich, was unter anderem damit zusam­men hing, dass wir in der Zeit des Exper­i­ments krank wur­den. Ein­mal schafften wir es sog­ar neun Stun­den zu schlafen, wobei sich das für mich irgend­wie zu lang anfühlt. Meis­tens schlafen wir sechs oder 7,5 Stun­den. Zwei Mal schliefen wir nur 4,5 Stun­den, da wir Events hat­ten, nach dem Ed Sheer­an Konz­ert in Perth kamen wir erst spät nach Hause und für einen Dawn­break mussten wir um 2:30 Uhr mor­gens auf­ste­hen. Ger­ade das Auf­ste­hen um halb drei mor­gens war halb so schlimm mit der Hil­fe des Schlafzykluses.

Anmerkungen

Während wir krank waren haben wir zwei Tage nicht aufgeze­ich­net, son­dern nur ver­merkt, wie wir geschlafen haben. Die Krankheit hat ver­mut­lich die Ergeb­nisse für diese Tage etwas beein­trächtigt. Weit­er­hin hat­te ich einen medi­zinis­chen Ein­griff, der mich mit starken Schmerzen zurück­ge­lassen hat, was eben­falls zu etwas schlechterem Schlaf geführt hat. Dabei habe ich ver­sucht mein Wohlbefind­en von der Qual­ität des Schlafes zu tren­nen. Ein weit­eres Prob­lem, das keine Berück­sich­ti­gung gefun­den hat, ist die Tat­sache, wenn du nachts auf die Toi­lette musst. Dies kostet dich einige Minuten und the­o­retisch weit­ere 15, um wieder einzuschlafen, was nicht ein­gerech­net wird. Auch frage ich mich, warum häu­fig acht Stun­den Schlaf emp­fohlen wer­den, wenn diese nicht dem Schlafzyk­lus entsprechen?

Mir ist aufge­fall­en, dass wir nicht immer nach Schlafzyk­lus aufwachen (ohne Weck­er), son­dern zu komis­chen Zeit­en dazwis­chen. Oft­mals han­delte es sich um eine halbe Stunde zu viel oder zu wenig, die ich nicht erk­lären kann. Zudem spreche ich haupt­säch­lich aus mein­er Per­spek­tive, da ich zwar mit Daniel über diese Sachen gere­det habe, aber nicht immer sagen kann, ob er auf der Toi­lette war oder nicht, zum Beispiel. Zudem ste­hen wir teil­weise zu unter­schiedlichen Zeit­en auf mor­gens oder weck­en uns verse­hentlich nachts, was schon mal vorkommt, wenn du mit deinem Part­ner (und einem Hund) zusam­men im Bett schläfst.

Fazit

Das Exper­i­ment — Einen Monat nach Schlafzyk­lus leben ist auf jeden Fall empfehlenswert für jeden einen Ver­such zu wagen. Es hat das Gefühl der Müdigkeit am Mor­gen defin­i­tiv ver­trieben. Den­noch ist anzumerken, dass Schlaf ein kom­plex­es The­ma ist und wir uns auf keinen Fall wis­senschaftlich damit beschäftigt haben. Es gibt jede Menge Stu­di­en und Stör­fak­toren, zum Beispiel die beste Zeit, die Tem­per­atur, Hel­ligkeit, Laut­stärke, Bett, Matratze, Kissen, Schlaf­po­si­tion und natür­lich­er, per­sön­lich­er Bio­rhyth­mus. Dieses The­ma hat unendliche Tiefen. Wir wer­den ver­suchen grund­sät­zlich uns an diesen Schlafzyk­lus zu hal­ten, weil es uns gut tut. Wenn es mal nicht passt ist es halb so schlimm und wenn wir ohne Weck­er aufwachen, um so besser.

 

~ Jen­ny

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