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Jahresrückblick 2025

Hintergrund

Dieses Jahr brachte viele Verän­derun­gen für uns mit, da aus dem Reise­leben ein mehr oder weniger All­t­agsleben wurde. Fol­glich war 2025 der Startschuss für unseren langjähri­gen Migra­tionsweg und so mussten wir uns auch weit­er­en­twick­eln, neue Her­aus­forderun­gen meis­tern und uns Aben­teuer in ein­er gle­ich­bleiben­den Umge­bung suchen. Ein­fach war es nicht, aber zum Ende des Jahres fin­gen wir wieder an im Leben unseren Stil wieder durchzuset­zen. So endet nun ein sehr schwieriges Jahr, welch­es den­noch viele schöne Momente für uns inne hat­te. Viel Spaß bei unserem Jahres­rück­blick 2025:

Uni / Ausbildung

Der beste Weg, um sich hier langfristig niederzu­lassen ist es, einen Handw­erks­beruf zu ler­nen. Jahre­lang wün­sche ich mir bere­its mich wieder weit­er zu bilden und so fing ich eine Aus­bil­dung zum Zim­mer­mann an. Dies war zwar nicht meine erste Wahl, doch für das Bud­get und Vorhaben in Aus­tralien, gab es nicht viele weit­ere Optio­nen. Den­noch war mein Inter­esse groß, immer­hin sind es Skills, die fürs Leben nüt­zlich sind. Alles fing sehr gut an, doch schnell stellte sich her­aus, dass die Aus­bil­dung in Aus­tralien (nicht mit ein­er klas­sis­chen Aus­bil­dung in Deutsch­land zu ver­gle­ichen), eher von geringer Qual­ität war. Der Unter­richt war beschei­den, die ver­füg­baren Werkzeuge nicht immer funk­tion­al und Holz zum Üben nicht immer vorhan­den. Also suchte ich mir noch einen Vere­in, wo ich meine Fähigkeit­en verbessern kon­nte. Ehrlich gesagt gab es nicht wenige Momente, wo ich mich fragte, ob es sin­nvoll sei, diesen Kurs fortzuset­zen. Die Aus­bil­dung war eine der großen Ent­täuschun­gen des Jahres, doch jet­zt wo ich weiß, wie es läuft, bin ich opti­mistisch für die Zukun­ft und weiß auch wo ich mit diesem Bere­ich hin will.

Jobs

Mit dem Stu­den­ten­vi­sum dür­fen wir Teilzeit arbeit­en, also war es eine mein­er ersten Mis­sio­nen mir einen Job zu suchen. Am Anfang schien es aus­sicht­s­los, der Job­markt in Perth für Teilzeit­stellen ist ziem­lich schlecht ger­ade. Ich hat­te Glück und wurde von einem Hous­esit­ting an eine Fre­undin weit­er­ver­mit­telt. In dem BnB habe ich sechs Monate lang gear­beit­et. Danach habe ich gekündigt, weil wir zu weit weg gewohnt haben, mit Hous­esit­tings kön­nen wir uns den Ort eben nicht immer aus­suchen. Zudem war ich erfol­gre­ich in einem Grup­pen­in­ter­view für eine Stelle im Super­markt, der neu eröffnet wurde. Diesen Job habe ich immer noch und bin sehr hap­py damit. Allerd­ings bin ich dort nur casu­al angestellt und bekomme nicht immer die meis­ten Stun­den. Es ist aber gut, etwas anderes zu sehen als das Haus und etwas Geld zu verdienen.

Housesits

Wie auch bere­its in unseren Reise­jahren, verblieben wir mit dem Konzept des Hous­esit­tings für unsere Unterkun­ftssi­t­u­a­tion. Der Vorteil für uns, wir kön­nen Haustiere haben, in sehr schö­nen Häusern leben und eine große Summe Geld sparen, die son­st in Mietkosten ver­loren gegan­gen wäre. Über­raschen­der­weise lern­ten wir neue Stadt­teile ken­nen oder änderten unsere Mei­n­un­gen zu Orten, die wir früher gemieden haben. Zum Beispiel war Fre­man­tle für uns immer zu über­laufen und sehr anstren­gend bed­ingt durch schlechte Park­möglichkeit­en. Jedoch, als wir nach Fre­man­tle für mehrere Monate zogen, ver­liebten wir uns in die Gegend und seit jeher kehren wir immer wieder zurück zum gle­ichen Haus.

Hund

Die Hous­esit­tings änderten sich ein wenig, im Ver­gle­ich zu denen in der Reisezeit. Wir sucht­en langfristige Aufen­thalte über mehrere Monate und inzwis­chen haben wir eine hand­voll Häuser, wo wir immer wieder zurück­kom­men dür­fen. Anfangs waren wir unsich­er, ob wir mit diesem Lebensstil klarkom­men wür­den, ob wir immer Häuser kriegen wür­den, wenn wir es bräucht­en, aber es klappt sehr gut. Der näch­ste Schritt ist es die Hous­esit­tings sor­fältiger auszuwählen nach unseren Bedin­gun­gen und Orten, die wir am lieb­sten mögen.

Deutschland

Nach 1,5 Jahren ging es für uns mal wieder auf Heimatbe­such nach Deutsch­land. Für Daniel wurde es auf­grund der Unife­rien ein kurz­er Besuch von 2,5 Wochen, ich dage­gen blieb ganze zwei Monate, der Jet­lag muss sich ja auch lohnen! Wir erlebten viel in unser­er gemein­samen Zeit: Daniels Papa und ich hat­ten Geburt­stag, wir sahen jede Menge Men­schen wieder, wir besucht­en gemein­same Liebling­sorte, gin­gen shop­pen und essen, grill­ten und genossen das gute veg­ane Essen. Weit­er­hin war ich als frei­willige Helferin bei den FISU Games unter­wegs, fuhr mit mein­er Fam­i­lie in den Urlaub und flog nach Man­ches­ter eine Fre­undin besuchen.

Jahresrückblick 2025: Wir in Deutschland

Margaret River

Im Mai ging es für uns runter nach Mar­garet Riv­er zum Read­ers and Writ­ers Fes­ti­val, wo wir an ver­schiede­nen Work­shops teil­nah­men. Gehört haben wir davon in Gise­le Steins Pod­cast “The earthy writer”. Es war unser erster Trip seit wir im Dezem­ber nach Perth zurück­gekehrt waren. Der Trip war ziem­lich gut und die Work­shops sehr lehrre­ich. Wir haben einen Walk mit einem Abo­rig­i­ni gemacht, der uns einiges über seine Kul­tur und die Natur erzählt hat am Mar­garet Riv­er Mouth. Außer­dem haben wir an ein­er Writ­ing­com­pe­ti­tion teilgenom­men. Wir haben also ange­fan­gen auf englisch zu schreiben und es sog­ar der ganzen Gruppe präsen­tiert. Lei­der mussten wir den Trip recht kurz hal­ten, da es die ganze Zeit gereg­net hat und wir im Auto gecampt haben.

Lucky Bay

Zum Ende des Jahres woll­ten wir etwas verän­dern, der All­t­ag wurde zu lang­weilig und die Aben­teuer­lust war nicht mehr zu bändi­gen. So ließen wir einen großen Zeitraum frei von Hous­esit­tings und planten eine oder mehere Reisen zu vol­lziehen. Unser erster großer Trip ging dann nach Lucky Bay, wo wir über das Woch­enende uns einen Platz auf dem sehr beliebten Camp­ing­platz im Nation­al­park gesichert hat­ten. Kaum Emp­fang, Traum­strände an jed­er Ecke und mit dem Frenchman’s Peak eine Wan­derung, die wir schon lange auf unser­er Buck­etlist hat­ten, eine per­fek­te Kom­bi­na­tion. Die Wan­derung zum Gipfel absolvierten wir zum Son­nenauf­gang und generell, standen wir immer sehr früh auf, um Sterne zu sehen und so viel wie möglich von den kost­baren Tagen zu haben. Die meiste Zeit ver­bracht­en wir bei Lucky Bay, wo wir unser Auto auf dem Sand park­ten und mit offen­em Kof­fer­raum stun­den­lang unsere Büch­er lasen, dem Ozean zuhörten oder ein­fach ein Nick­erchen macht­en. Dieser Trip war per­fekt um das Leben zu entschle­u­ni­gen und den All­t­ag zu vergessen. Außer­dem war es der per­fek­te Start in die Wei­h­nacht­szeit und so baut­en wir einen Schnee­mann aus dem weißen Sand.

Jahresrückblick 2025: Lucky Bay

Cape to Cape Track

Ein­er unser­er größten Träume für West­ern Aus­tralia war es die Cape to Cape Wan­derung zu meis­tern (120–130km). Erst nah­men wir es uns für Anfang des Jahres vor, doch unsere Pläne änderten sich und zulet­zt schien es ungewiss zu sein, wann wir es machen wür­den. Unsere zweite Reise am Ende des Jahres stand für eine lange Zeit nicht fest, doch wie es bei uns häu­fig so ist, entsch­ieden wir spon­tan, dass der nur langsam warm wer­dende Som­mer, per­fekt sei um diese Chal­lenge anzu­pack­en. In kürzester Zeit macht­en wir einen Plan und organ­isierten das Equip­ment (Blog­texte wer­den fol­gen). Dann fuhren wir mit unseren Autos in den Süden und stürzten uns in ein Aben­teuer, welch­es uns sehr viel abver­langte. Zwis­chen­zeitlich hat­ten wir die Wan­derung kom­plett aufgegeben, doch am Ende gelangten wir über Umwege an unser Ziel. Solch ein Aben­teuer kann vieles anstoßen und seit jeher hat sich einiges in unserem Leben verändert.

Wir

Konzert

Mit dem neuen Lebens­ab­schnitt kamen auch neue Hob­bys und ein per­sön­lich­er Traum von mir war es tanzen zu ler­nen. So besuchte ich über das gesamte Jahr hin­weg eine Tanz­gruppe. Das High­light des Jahres war es dann bei dem Konz­ert im Crown The­ater aufzutreten. Kurze Zeit vor dem Konz­ert saß ich noch im Pub­likum und schaute mir mit Jen­ny ein Musi­cal an. Kaum zu glauben, dass ich dann auf der­sel­ben Bühne, der größten in Perth, tanzen durfte. Dieses neue Hob­by brachte mir viel Spaß und auch Inspi­ra­tion. Zu sehen wie Kun­st entste­ht durch den Aus­druck mit dem Kör­p­er war ein­fach magisch.

Kalbarri

Während Jen­ny im som­mer­lichen Deutsch­land ver­weilte, durfte ich mich im reg­ner­ischen Perth von Haus zu Haus bewe­gen. Es war keine leichte Zeit getren­nt voneinan­der zu sein, aber es war eine wichtige Erfahrung. Ich nahm mir vor mich selb­st her­auszu­fordern und aktiv zu bleiben. Aben­teuer statt sich vom kalten Regen run­terziehen zu lassen. Zwis­chen zwei Hous­esit­tings fuhr ich dann nach Kalbar­ri für einige Tage, wo ich dann die Zeit nutzte, um so viele Wan­derun­gen wie möglich zu bezwin­gen. Ich nutzte meine Zeit sehr gut und schaffte auch die größte Wan­derung in ein­er sehr anschaulichen Zeit. Außer­dem ver­lor ich mich in Gedanken und holte meine Kam­era nach langer Zeit Mal wieder aus den Tiefen des Autos. Nur die sieben Stun­den Fahrt von und nach Perth war echt zehrend, da ich es alleine machen musste. Kalbar­ri alleine war eine sehr coole Erfahrung, aber Reisen mit meinem Lieblings­men­schen macht mehr Spaß.

Kalbarri

Urlaub

In Deutsch­land bin ich mit meinen Eltern und mein­er Schwest­er in den Urlaub gefahren. Das Spaßige hier­ran war, dass meine Eltern das Ganze geplant hat­ten. Wed­er meine Schwest­er noch ich wussten, wo es hinge­ht oder was wir machen. Ich habe es geliebt. Als Erstes ging es nach Ham­burg, wo wir uns “Michael Jack­son — das Musi­cal” angeschaut haben. Dort hat­te ich außer­dem einen veg­a­nen pinken Burg­er! Danach ging es für uns nach Wis­mar, was mir unglaublich gut gefall­en hat. Ich liebe es am Meer zu sein, die Stadt war sehr schön mit ihrer kleinen Fußgänger­zone und auch unser Hotel war her­vor­ra­gend. Anschließend ver­bracht­en wir einige Tage in Jena in einem Spa­ho­tel, wo wir die Stadt unsich­er macht­en, Bad­minton und Brettspiele spiel­ten. Die let­zte Sta­tion war Win­ter­berg, wo wir den Erleb­nis­berg zu einem riesen Erleb­nis macht­en. Mir wird der eine Nach­mit­tag für immer im Gedächt­nis bleiben, wo Papa, meine Schwest­er und ich eine riesen Rutsche run­tergerutscht sind. Auf diesem Urlaub sind sehr viele schöne Erin­nerun­gen ent­standen, die ich nicht mis­sen möchte und ich bin sehr dankbar, dass meine Eltern dies für uns als Fam­i­lie organ­isiert haben. Danke Mama und Papa!

Fisu games

Bei den Fisu Games wurde ich in Essen einge­set­zt. Dort wollte ich mir gerne Judo anguck­en. Selb­st war ich draußen im Gru­ga­park am Info­s­tand eingeteilt, wo ich Gästen stets bemüht mit Rat und Tat zur Seite stand, gerne auch in englis­ch­er Sprache, die ich tat­säch­lich ange­fan­gen hat­te zu ver­mis­sen. Meis­tens waren meine Schicht­en rel­a­tiv entspan­nt und viel kürz­er als geplant, so hat­te ich sehr viel Spaß in der Judo­halle. Dort sah ich Kämpfe, lief Back­stage rum, traf alte Bekan­nte und Fre­unde wieder. Zudem aßen wir im Messezen­trum meis­tens zusam­men und ich ver­brachte viel Zeit mit mein­er Schwest­er, mit der ich mit ein Hotelz­im­mer teilte.

Manchester

Bevor es zurück nach Aus­tralien ging machte ich noch einen Aus­flug nach Man­ches­ter, um eine Fre­undin zu besuchen, die ich während unseres Südafrikaaufen­thalts ken­nen­gel­ernt hat­te. Ich flog zu ihrem Geburt­stag hin. Wir gin­gen erst shop­pen und abends feiern. Erst ging es in eine Bar, die auch Arcadegames hat­te. Dort trafen wir einige ihrer Fre­unde, danach ging es weit­er in einen Club (mit Schreimusik…). Wir ver­bracht­en einige coole Tage, wo sie mit ihre Stadt zeigte. Es gab veg­ane Burg­er, Eis, Kuchen. Wir schaut­en uns ein Einkauf­szen­trum an, in dem es ein selb­st­spie­len­des Klavier gab. Einen Mor­gen gin­gen wir zu einem Markt, wo wir eine gute Zeit hat­ten. Ein Stand verkaufte veg­anes Gebäck. Dort deck­ten wir uns ein, brachen dann zu einem Park auf und entspan­nten dort für Stun­den. Wir erzählten, beobachteten die Vögel und genossen die Sonne. Abends schaut­en wir oft Filme von alten Roma­nen, wie Jane Austins Stolz und Vorurteil.

Musicals

Wir lieben Musi­cals und leben in ein­er Stadt, wo ständig welche aufge­führt wer­den. Dieses Jahr sahen wir Wicked, die Schöne und das Biest, sowie Cats. Ich sah außer­dem Jesus Christ Super­star und Michael Jack­son. Michael Jack­son sah ich im Urlaub mit mein­er Fam­i­lie auf deutsch. Die Lieder waren allerd­ings englisch, was meinen Eltern etwas Schwierigkeit­en bere­it­ete. Um ehrlich zu sein, mir war nicht ein­mal aufge­fall­en, dass zwis­chen den bei­den Sprachen gewech­selt wurde… (hätte mir das früher jemand gesagt, hätte ich es nicht geglaubt). Ein her­vor­ra­gen­des Musi­cal, muss ich sagen. Jesus Christ Super­star, eine Rock­op­er, hat­te ich in der Schule im Musikun­ter­richt durchgenom­men und seit­dem sehen wollen. Daniel über­raschte mich damit, dass er mir ein richtig gutes Tick­et besorgte. Es war das erste Mal, dass ich alleine zu einem Musi­cal ging. Ich hat­te zwei sehr schöne Unter­hal­tun­gen, es war weniger schlimm als ich dachte. Die Schöne und das Biest sahen wir mit ein­er Fre­undin von gün­sti­gen Rand­plätzen, was der Show kein­er­lei Abbruch tat. Es war so ein typ­is­ches Dis­ney­mu­si­cal, ein­fach magisch! Cats wollte ich gerne sehen, also schaut­en wir uns dieses eben­falls an. Gefall­en an sich hat es uns auch, aber ganz ver­standen haben wir es erst im Nach­hinein. Wicked war defin­i­tiv ein großes High­light, eines der besten Musi­cals, dass ich je gese­hen habe und ein per­fek­ter Auf­takt für dieses neue Leben, nach einem Jahr im südafrikanis­chen Busch!

Honky Tonk

Während unser­er Hous­esit­tings in Fre­man­tle, pro­bierten wir einige neue Sachen und Aktiv­itäten aus. Unter anderem gin­gen wir zum Line Danc­ing ins Honky Tonk. Die Bar bietet kosten­los Tanzs­tun­den an. Obwohl es uns häu­fig viel zu voll dort ist, hat­ten wir einige Male sehr viel Spaß in der Bar. Line Danc­ing hat uns mehr Leichtigkeit in den All­t­ag gebracht und später wur­den die Tanzskills über­all adap­tiert, ob auf Rollschuhen im Park oder im Schlafanzug im Wohnzimmer.

Writing workshop

Wir haben an einem Micro Mem­oir Writ­ing Work­shop teilgenom­men. Micro Mem­oiren sind in der Regel Texte, die weniger als 500 Wörter enthal­ten. Sie spie­len mit den Lück­en, die sie lassen und set­zen auf die Intel­li­genz der Leserin/des Lesers diese zu füllen. Daniel und ich haben bei­de den Writ­ing Work­shop gemacht, wobei inter­es­sante Stücke her­auska­men. Eines davon habe ich sog­ar im Plenum vorgestellt. Den zweit­en Teil des Work­shops habe nur ich gemacht, dabei ging es um das Bear­beit­en. Zudem wurde auch wieder geschrieben. Der erste Teil hat mir deut­lich bess­er gefall­en. Es war schön wieder mit dem Schreiben anz­u­fan­gen und der Kreativ­ität ihren Lauf zu lassen.

Traffic light party

Seit diesem Jahr lerne ich Rollschuh­fahren, dies fing im Jan­u­ar mit ein­er Traf­fic light Par­ty an. Die “Ampel­par­ty” bezieht sich auf die Far­ben der Bänd­chen, die aus­ge­händigt wer­den. Grün ste­ht für Sin­gle, orange/gelb für offen für soziale Inter­ak­tion und rot beschreibt vergeben. Wir entsch­ieden uns für orange Bänd­chen. Die Par­ty find­et im Roller­skat­in­grink statt und selb­stver­ständlich auf Rollschuhen. Wir schaut­en uns erst um. Es war ein Dien­stag, also nur Erwach­sene erlaubt. Es war ziem­lich voll. Die erste Stunde war es möglich zusät­zlich an ein­er Lern­stunde teilzunehmen. Dieses Ange­bot nutze ich und lernte direkt neue Men­schen ken­nen, außer­dem lernte ich einen effek­tiv­eren Weg zu skat­en, einen neuen Skill und dass es eine Out­door­gruppe gibt, die eben­falls unter­richtet. Ein run­dum gelun­gener Abend!

Judoturnier

Obwohl wir derzeit nicht mehr aktiv Judo machen, bleibt es unsere Herzenss­portart. Im Sep­tem­ber schaut­en wir uns die Perth Inter­na­tion­al Open an. In ein­er Turn­halle, wo wir mal vor Jahren Bad­minton gespielt hat­ten, lagen die Mat­ten für zwei Wet­tkampf­flächen bere­it. Zunächst ging es sehr herz­er­wär­mend mit den Kindern los. Die Kämpfe fan­den am Vatertag statt und so wur­den immer wieder sehr süße Nachricht­en zwis­chen den Kämpfen vorge­le­sen. Später gab es noch die Kämpfe zwis­chen Vätern und Kindern. Spanen­der wur­den die Kämpfe der Erwach­se­nen und wir ver­loren uns in dem Sport, welchen wir ein­fach lieben. Wer weiß, vielle­icht wer­den wir irgend­wann wieder zurück­find­en, aber bis dahin wer­den wir in Reich­weite bleiben und wenn sich die Gele­gen­heit bietet Wet­tkämpfe besuchen.

Bungee jumping

Während wir uns in Deutsch­land aufhiel­ten hat­te Jen­ny Geburt­stag. Der per­fek­te Anlass, um ihr den näch­sten Traum zu erfüllen und sie auch ein wenig ins kalte Wass­er zu schmeißen. So buchte ich ihr einen Bungee Jump von dem sie nichts wusste einen Tag vor dem Geburt­stag. Außer­dem pack­te ich alles für ein Pick­nick und für weit­ere spon­tane Aben­teuer. Früh mor­gens fuhren wir los, Jen­ny wie immer nervös, wenn sie nicht weiß, was passiert. Ich plante eine sehr frühe Ankun­ft, so dass es genug Zeit gab sich men­tal auf den Bungee Jump einzustellen. Am Gelände angekom­men wurde das Geheim­nis gelüftet und erst gabs den Schock und dann doch wieder die Freude. Wir schaut­en uns einige Sprünge an bis Jen­ny dran war.

Dann mal los, was blieb mir auch anderes über. Ich wollte ja sprin­gen. Bis ich dran war verg­ing einiges an Zeit, da vor mir erst die Paare dran waren. Lei­der würde Daniel niemals mit mir sprin­gen, aber solange er mich vom Boden aus anfeuert bin ich okay damit. Ich unter­hielt mich mit eini­gen anderen Springern. Einige hat­ten sog­ar richtig Angst. Vor­freude war bei mir das größte Gefühl, gefol­gt von etwas Ner­vosität. Schließlich war ich dran. Es gab Anweisun­gen, die ich befol­gte. Dann das Video und schließlich die Freiga­be zum Sprung, also sprang ich. Nicht viel drüber nach­denken, son­dern ein­fach los. Ich baun­zte noch eine Weile auf und ab, bis ich schließlich wieder run­terge­lassen wurde. Unten war der Kerl erstaunt darüber, wie entspan­nt ich schon wieder war. Es hat Spaß gemacht, ich bin froh es gemacht zu haben, muss das Ganze aber nicht nochmal wieder­holen. Fallschirm­sprin­gen macht dann doch mehr Spaß!

Dawnbreak

Wir würde es ausse­hen, wenn man das klas­sis­che Konzept ein­er Par­ty mit einem gesün­deren Lebensstil und traumhaften Strän­den verbindet? Dawn­break ist ein rel­a­tiv neues Konzept in Aus­tralien, aber eins, welch­es ein­fach genial ist. Im Stile ein­er silent dis­co, tre­f­fen sich tausende Men­schen am Strand, ein DJ haut die Musik rein. Außer­dem sind die Men­schen nüchtern und das cool­ste Detail, es geht um 5 Uhr mor­gens los. Dann wird sich am Strand die Seele aus dem Leib getanzt und am Ende gibt es einen Dip im Ozean. Drei Dawn­breaks kon­nten wir dieses Jahr erleben und das Gefühl von Frei­heit und Freude war unbeschreib­lich. Dies ist genau die Art von Par­ty, die uns liegt.

Dawnbreak

Autounfall

Ein per­sön­lich­er Schat­ten­mo­ment war für mich ein Autoun­fall, wo ich sehr viel Glück hat­te, unbeschadet davon zu kom­men. Abge­se­hen davon, dass wir dann inner­halb kürzester Zeit ein drittes Auto kaufen mussten, weil das Auto nach dem Unfall ver­schrot­tet wurde, hat­te ich monate­lang mit Äng­sten im Straßen­verkehr zu kämpfen. Zum Glück kon­nte ich in der zweit­en Jahreshälfte immer mehr Abstand davon gewin­nen und wieder ganz nor­mal auf den Straßen unter­wegs sein.

Christmas

Dieses Jahr hat­ten wir eines der besten Wei­h­nacht­en! Am 24. (unserem Wei­h­nacht­en) gab es erst gutes Früh­stück, bevor es zur Tage­sak­tion ging. Wir macht­en die Tun­nel unter dem Fre­man­tle Prison unsich­er. Eine Tour, die wir schon lange machen woll­ten. Mit 40 Grad Cel­sius hat­ten wir uns auch den per­fek­ten Tag aus­ge­sucht, denn in den Tun­neln war es nur 17 Grad, aber schwül, also nicht kalt. Unser Guide war her­vor­ra­gend, sie kan­nte sich unglaublich gut aus. Erst gab es eine kurze Führung über das Gelände mit eini­gen Scherzen. Danach durften wir alle einen Alko­holtest machen. Ein Film gab kurz einige Infos und Sicher­heitsin­for­ma­tio­nen, gefol­gt von ein­er Erk­lärung des Equip­ments und der Ausstel­lungsstücke. Wir beka­men alle Gum­mistiefel und mussten alle Gegen­stände zurück­lassen. Ab in die Sicher­heit­saus­rüs­tung und die Leit­ern runter in die Tun­nel. Es ging tief runter. Es wurde immer zu zweit gek­let­tert. Manche macht­en daraus ein Wet­tren­nen, ich gewann mit Abstand! Die Führung durch die 1,2 m hohen Tun­nel ging erst zu Fuß los und später im Boot weit­er. Nach der Tour ging es über den Umweg ins Einkaufzen­trum, wo wir jed­er einen Frozen Yoghurt (Yo-chi) aßen, nach Hause. Dort kühlten wir uns im Pool ab, bevor es an die Vor­bere­itun­gen für das BBQ ging. Das Essen war unglaublich gut. Den Tag begleit­ete natür­lich Wei­h­nachtsmusik. Anschließend gab es die Bescherung.

Penguin Island

Bei unser­er Aben­teuer­suche in Perth fand ich in den südlichen Gebi­eten eine ziem­lich coole Insel. Pen­guin Island ist mit der Fähre erre­ich­bar und so nahm ich Jen­ny auf einen kleines Über­raschungsaben­teuer mit. Wir nah­men uns ein­fach den ganzen Tag für die Insel, die man gut in ein bis zwei Stun­den kom­plett sehen kann. Es war ein­er der ersten Schritte zu unserem geliebten Aben­teuer- und Draußen­leben. Wir ver­bracht­en Stun­den damit Pelikane zu beobacht­en, den Aus­blick zu genießen und zu reden. Obwohl es keine Pin­guin Sai­son war, erwis­cht­en wir für uns genau den per­fek­ten Moment, weil es die Zeit war, wo die Pelikankolonie fliegen lernte und übte.

Penguin Island: Jenny mit Fernglas

 

Fazit

2025 war das Jahr der Umstel­lung vom Reisen zum “All­t­agsleben”. Unser All­t­agsleben unter­schei­det sich immer noch ziem­lich von dem all­ge­mein Bekan­nten. Wir hat­ten einige Schwierigkeit­en, kon­nten diese aber über­winden. Dieses Jahr haben wir viel gel­ernt, vor allem dass wir als Team durchs Leben gehen! Wir nehmen das Leben jet­zt Schritt für Schritt in Angriff mit Spaß und Aben­teuer, denn auch diese sind möglich. Unbe­quem­lichkeit ist etwas, worüber wir uns freuen. Früh auf­ste­hen bere­it­et uns nicht immer Freude, macht unser Leben aber bess­er. Wir hof­fen unser Jahres­rück­blick 2025 hat dir gefallen.

 

~ Daniel und Jenny

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