Goodbye Mellow

Unser Auto

Mel­low war unser erstes eigenes Auto und vielmehr unser Zuhause. Als wir im Okto­ber 2019 nach Aus­tralien kamen, mussten wir rel­a­tiv schnell ein Auto find­en. In Ade­laide gab es nicht viele gute Autos, aber unser Mel­low hin­ter­ließ einen sehr guten Ein­druck bei uns. In rel­a­tiv kurz­er Zeit entsch­ieden wir uns für das Auto und baut­en es danach zu einem Zuhause um. Hin­ten kam ein Bettgestell rein so, dass wir im Auto schlafen kon­nten. Dann pack­ten wir Mel­low voll bis zum geht nicht mehr und brachen auf, um Aus­tralien zu erkunden.

Bettgestell

Mellow hielt allem stand, vor allem uns

Oft wün­scht­en wir uns ein anderes Auto. Mel­low ist wed­er ein Van noch ein Gelän­dewa­gen. Fol­glich gab es wed­er mehr Platz noch die Möglichkeit auf unbe­fes­tigten Straßen zu fahren. Doch rück­blick­end war es das per­fek­te erste Auto. Wir hat­ten ja mal abso­lut über­haupt keinen Plan, wie man ein Auto pflegt. Deswe­gen füll­ten wir von Ade­laide nach Syd­ney und wieder zurück nicht ein­mal Öl nach. Das Auto über­lebte uns. Noch wichtiger war, dass Mel­low sehr zuver­läs­sig war und in mehr als 40.000 Kilo­me­tern uns nicht ein­mal im Stich ließ. Immer mal gab es kleine Prob­leme, aber nichts drama­tis­ches. In Aus­tralien hörten wir schon viele Hor­rorgeschicht­en von Autos, die im Out­back den Geist auf­gaben. Tat­säch­lich ist es gün­stiger sein Auto im Out­back zurück zu lassen und ein Neues zu kaufen, statt es abschlep­pen zu lassen. Von daher kon­nten wir uns sehr glück­lich schätzen, dass Mel­low jeden Road­trip schaffte. Mit diesem Auto lern­ten wir viel und wir hat­ten einen gewis­sen Spiel­raum mit manchen Dummheiten.

Mellow Offroad Weg

Unser Zuhause

Warum war es schw­er unser Auto gehen zu lassen, wenn es nur ein Auto ist? Für uns war Mel­low immer ein sicher­er Rück­zug­sort und eine Kon­stante in ein­er sehr chao­tis­chen Zeit. Wir wur­den von vie­len neuen Ein­drück­en über­wältigt und plöt­zlich befan­den wir uns in ein­er glob­alen Pan­demie alleine im Aus­land. Egal was war, wir hat­ten mit Mel­low immer ein Zuhause. Mit diesem Auto verbinden wir viele tolle Momente. Oft saßen wir im Auto auf einem Park­platz vor dem Strand, die Fen­ster waren unten, frische Luft und Meeres­rauschen kamen ins Auto, während wir ein Buch lasen oder uns ein­fach unter­hiel­ten. Sowohl in Perth als auch in Syd­ney lebten wir eine Weile am Strand und es war ein fan­tastis­ches Leben. Manch­mal scherzten wir, dass vorne im Auto unser Wohnz­im­mer, dass hin­ten unser Schlafz­im­mer und draußen unser Garten sei. Unser mobiles Zuhause brachte uns an die schön­sten Orte. Wir liebten dieses Leben im Auto.

Warum verkauften wir Mellow?

Obwohl wir das Reisen mit Mel­low liebten, gab es auch immer wieder Prob­leme, die uns bedrück­ten. Erst in Shark Bay, nach über einem Jahr mit diesem Auto, real­isierten wir, dass wir keine Schot­ter­straßen mit diesem Auto fahren kon­nten. In Aus­tralien gibt es nicht über­all Straßen und viele span­nende Orte liegen in der Natur ver­steckt. So häuften sich die Ein­schränkun­gen und wir kon­nten viele Orte nicht ent­deck­en. Außer­dem gab es immer wieder kleine Prob­leme mit dem Aus­puff und es zeich­nete sich ab, dass Mel­low nicht mehr für so viele Kilo­me­ter, wie wir braucht­en, sich­er sta­bil bleiben würde. Das Auto war vorher ein Fam­i­lien­au­to und es war wahrschein­lich nicht für solch große Reisen gedacht.

Mellow

Let­z­tendlich entsch­ieden wir uns dazu ein Offroad Auto zu kaufen. Auf der Milch­farm, wo wir ger­ade für unser drittes Visum arbeit­en, kauften wir uns ein neues Auto. Dementsprechend mussten wir uns auch um einen Verkuaf von Mel­low küm­mern. Erst gab es nur ein schlecht­es Ange­bot und am Ende ging es schnell mit einem Farmer aus der Umgebung. 

Danke Mellow

Am Ende bleiben all die pos­i­tiv­en Erin­nerun­gen und Momente, die wir mit Mel­low erleben kon­nten. Wir sind froh ein zuver­läs­siges Auto gefun­den zu haben. Unser erstes Auto hät­ten wir uns wahrschein­lich kaum bess­er erträu­men kön­nen. Es war nicht leicht Mel­low zu verkaufen, aber jet­zt laufen die Pla­nun­gen für neue Aben­teuer auf Hochdruck. Nach dieser fan­tastis­chen Zeit bleibt nur noch eins zu sagen: Danke Mellow!

Mellow

~ Daniel

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