Hintergrund
Zum Ende unserer FIFO-Zeit erlaubten wir uns einen Urlaub in Bunbury. So wie wir sind, hatten wir die Augen offen für ein neues kleines Abenteuer, eine Wanderung mit viel Mehrwert. Ungefähr 45 Minuten von Bunbury fanden wir den Wellington Nationalpark und schon hatten wir was neues zu entdecken.
Wellington Dam Lookout
Neben zahlreichen Wanderungen im Nationalpark, ist der Wellington Dam eine große Attraktion Vorort. Diesen schauten wir uns zunächst an. Das besondere an diesem Dam sind die Zeichnungen, die sich über die gesamte Fläche erstrecken. Folglich standen wir vor einem riesigen Gemälde und waren fasziniert von der Wirkung des Kunstwerks. Allein für diesen Ausblick lohnte sich der Trip.
Auch die Fakten zum Bauwerk waren nicht uninteressant. Der Wellington Dam wurde 1933 eröffnet und zuvor innerhalb von zwei Jahren gebaut. Während der Weltwirtschaftskrise schuf der Bau des Dams hunderte Arbeitsplätze. Im originalen war dieser 19 Meter hoch und 240 Meter lang, jedoch gab es einige Erweiterungen über die Jahre so, dass dieser jetzt 34 Meter hoch und 366 Meter lang ist und bei vollständiger Fülle 186 Millionen Kiloliter fassen kann. Das Wasser wird von der Landwirtschaft für Bewässerung genutzt.
Sika Trail
Nachdem wir den Dam bestaunt hatten, waren wir bereit für eine Wanderung. Wir entschieden uns für den Sika Trail, welcher vom selben Parkplatz ausging, wie der Dam Lookout. Der Rundweg ist 9,8 Kilometer lang und lässt sich in zwei bis drei Stunden absolvieren.

Wir hatten schon eine Weile lang keine Wanderung mehr gemacht und diese Strecke war genau richtig für uns. Die Umgebung war einfach traumhaft, alles in wunderschönen waldgrünen Farben. Außerdem war der Pfad sehr gut begehbar und ausgeschildert. Die Gedanken konnten freien Lauf nehmen und wir konnten uns sehr gut unterhalten. Wenn du ständig in einer lautstarken Umgebung lebst, wie unser Arbeitsplatz, dann tut die Ruhe der Natur sehr gut. Zuletzt fühlte ich eine Distanz zu mir selbst, weil die täglichen 12 Stundenschichten meiner Seele sehr zusetzten. Mit jedem knirschenden Stein unter meinem Wanderschuh, mit jedem lachenden Kookaburraa und mit jeder strahlend gelben Blume fand ich näher zu mir und meinen Gedanken. Manchmal, wenn das Leben nicht zur Ruhe kommt, dann hilft eine längere Wanderung, um wieder neue Stärke zu finden. Diese Wanderung im Wellington Nationalpark war wunderschön in ihrer Einfachheit.
Fazit
Der Wellington Nationalpark ist mehr, als wir an einem Tag sahen, aber das, was wir sahen, war unglaublich. Viele unbekanntere Nationalparks in Australien sind sehr sehenswert, deswegen können wir jedem einen Besuch empfehlen. Neben zahlreichen Wanderung gibt es dort auch kleine natürliche Pools und Campingmöglichkeiten. Wir fanden ein kleines Paradies nicht weit von Bunbury.
~ Daniel