Spinnen und Schlangen in Australien

Spin­nen und Schlangen sind in Aus­tralien üblich, allerd­ings sind diese nicht unbe­d­ingt unge­fährlich. Mir per­sön­lich hat es geholfen Dinge über diese Tiere zu ler­nen, zu ler­nen wie ich mich ver­hal­ten muss, um eine Begeg­nung zu ver­mei­den und wie ich bei ein­er Begeg­nung oder einem Biss agieren sollte. Dabei han­delt es sich nicht um irgen­det­was wis­senschaftlich­es, son­dern um Dinge, die ich gehört oder gele­sen habe. Einige haben funk­tion­iert und sich in meinen All­t­ag inte­gri­ert. Vielle­icht ist etwas hil­fre­ich­es für dich dabei.

Spin­nen und Schlangen wer­den oft in Verbindung mit Aus­tralien genan­nt, dabei gibt es deut­lich mehr gefährliche Tiere hier und auch andere Dinge, die deut­lich häu­figer zu Ver­let­zun­gen führen. Nur um Beispiele zu nen­nen: Dehy­dra­tion, Buschfeuer, Fluten, schlechte Vor­bere­itung, Autopan­nen, (Haie), Ste­in­fis­che!, Stachel­rochen, Krokodile, Quallen, Din­gos und Sko­r­pi­one. Ich will dir keine Angst machen, son­dern lediglich die Tat­sachen nen­nen. Eine Tat­sache ist aber auch, dass eine Menge Men­schen in Aus­tralien leben und diese nicht rei­hen­weise tot umfall­en. Spin­nen und Schlangen scheinen die Tiere zu sein, die vie­len Men­schen am meis­ten Angst machen. Ich bin da keine Aus­nahme. Es soll wohl daran liegen, dass diese Tiere dem Men­schen am unähn­lich­sten sind.

Spinnen

Als erstes sollte ich ver­mut­lich erwäh­nen, dass schon eine ganze Weile keine Men­schen mehr an einem Spin­nen­biss gestor­ben sind. In Aus­tralien gibt es wieder Erwarten nur zwei todgiftige Spin­nenarten. Die Red­back­spi­der und die Syd­ney Fun­nel Web Spi­der. Zweit­ere ist, wie der Name schon sagt, nur in Syd­ney und cir­ca 200 Kilo­me­tern Umge­bung anzutr­e­f­fen. Das Män­nchen ist deut­lich giftiger als das Weibchen, aber giftig und gefährlich sind sie bei­de. Diese Spin­nenart ist von der aggres­siv­en Sorte. Die Red­back ist über ganz Aus­tralien ver­bre­it­et, nur das Weibchen ist giftig, aber ver­suche dein Glück lieber nicht her­auszu­fordern. Du erkennst sie daran, dass sie kom­plett schwarz ist und auf dem Rück­en eine rote Fär­bung hat.

Spin­nen suchen sich gerne ungestörte Orte, zum Beispiel im Laub oder hin­ter Schränken. Hier in Aus­tralien ist es auch nicht unüblich, dass sie sich unter Klo­brillen oder in Schuhen ein­nis­ten, die draußen ste­hen. Schuhe auss­chüt­teln und die Klo­brille vorher check­en hil­ft. Ich per­sön­lich habe noch keine Spinne unter ein­er Klo­brille gefun­den, aber schon Videos davon gese­hen. Beson­ders soll­test du auf Toi­let­ten in der Natur acht­en. Ich habe mir außer­dem angewöh­nt, dass ich bevor ich mich irgend­wo hin­set­ze unter die Bänke und Tis­che schaue. Außer­dem ver­suche ich meine Hände bei mir zu behal­ten und sie nicht in irgendwelche Ritzen, Schlitze oder son­st was zu stecken.

Es gibt neben diesen bei­den Arten viele Weit­ere in Aus­tralien. Bekan­nt ist auch die Hunts­man­spi­der, eine sehr große, braune, haarige Spinne. Diese ist alleine auf­grund ihrer Größe ang­ste­in­flößend, aber nicht giftig. Generell lassen sich Spin­nen zu küh­leren Jahreszeit häu­figer im Haus finden.

 

Schlangen

Sagen wir mal so, es gibt viele und sehr giftige Arten. Nach fast zwei Jahren kann ich aber sagen, dass wir ins­ge­samt noch nicht ein­mal zehn Schlangen begeg­net sind. Das heißt zwar nicht, dass du weniger vor­sichtig sein soll­test, dass Schlangen sich aber weniger häu­fig in besiedel­ten Gebi­eten blick­en lassen.

Für alle Schlangengifte existieren hier in Aus­tralien Gegengifte, diese müssen allerd­ings so schnell wie möglich verabre­icht wer­den. Wenn dich wirk­lich mal eine Schlange beißen sollte, soll­test du sofort den Notarzt rufen, den Kör­perteil ruhig stellen und dich auf keinen Fall anstren­gen, am Besten hinlegen.

Bei uns kam es nie zu so ein­er bedrohlichen Sit­u­a­tion. Wir hal­ten uns an aus­geschilderte Wan­der­wege und tra­gen immer festes Schuh­w­erk. Wir haben uns auch bewusst für hohe Wan­der­schuhe entsch­ieden und uns lange Hosen zum Wan­dern besorgt, die wir auch im Som­mer tra­gen kön­nen. Schlangen nehmen die Vibra­tio­nen des Bodens wahr, so dass wenn wir stampfen sie wis­sen, dass wir kom­men. Bis jet­zt sind wir so noch kein­er Schlange begeg­net beziehungsweise eine haben wir so verscheucht.

Wenn du ein­er Schlange begeg­nen soll­test, dann soll­test du ste­hen bleiben, sie beobacht­en und dich langsam ent­fer­nen. Ich habe gele­sen, dass es eine Schlange­nart gibt, die ihren Kör­p­er wie ein S formt, bevor sie zubeißt. Wenn das geschieht soll­test du ren­nen so schnell du kannst, wie bei Krokodilen. Generell soll­test du vor­sichtig sein, da es auch sehr aggres­sive Schlangen gibt. Die Haup­tregel lautet: Lass der Schlange ihren Platz und tue nichts, damit sie sich bedro­ht fühlt, das ist der häu­fig­ste Grund für den Angriff ein­er Schlange.

Es gibt eine Schlange, die ist sand­far­ben und häu­fig im Out­back zu find­en — wir haben sie noch nicht gese­hen. Bei dieser soll­test du sehr vor­sichtig sein, denn ent­ge­gen aller anderen Schlangen besitzt sie nahezu keinen Fluchtin­stinkt, das heißt, dass sie selb­st bei Stampfen nicht abhaut und nach einem Biss dur­chaus auch an ihrem Platz ver­weilen kann.

Noch eine Sache, die gut zu wis­sen ist: Die Meis­ten gifti­gen Schlangen sind schwarz, grau, braun oder getigert. Die sand­far­bene Schlange stellt eine Aus­nahme dar. Eine der dun­klen Schlangen wird im Som­mer gel­b­grün­lich, da musst du auch Acht vor geben.

 

Fazit

Wie du ver­mut­lich schon wusstest gibt es eine Menge Tiere, die dich in Aus­tralien killen kön­nen. Spin­nen und Schlangen scheinen die größte Bedro­hung zu sein, aber je nach Reis­es­til ist es eher unüblich ihnen häu­fig zu begeg­nen. Wenn du vor­sichtig bist, dich etwas informiert hast und ihnen ihren Raum lässt solle in den meis­ten Fällen nichts passieren. Die Men­schen in Aus­tralien ster­ben nicht alle rei­hen­weise an ihren Begeg­nun­gen mit Spin­nen und Schlangen!

 

~ Jen­ny

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